KINDgerecht

Allen Kindern macht es Freude Dinge zu suchen oder auch zu verstecken. 

 

Dieses Spiel und seine Variationen können gut auf Spaziergängen eingebaut werden, im Garten stattfinden oder auch im Haus. 

 

Wer: 

Alle Altersstufen

 

 

Spielidee:

Dinge werden versteckt und müssen gesucht werden. Je nach Alter können die Gegenstände und die Aufgaben variieren. 

 

Gegenstände: 

Farblich lackierte (besprühte oä) Muscheln, Kieselsteine, Schneckenhäuser, Halbedelsteine, große Murmeln aber auch Holzstücke (geschnitzt und/oder bemalt) oder man einigt sich auf eine bestimmte Holzform oder ein Holzstück oder Stein aber auch Haushaltsgegenstände (alte Löfel, Töpfe oä) können verwendet werden. 

 

Wie: 

Die Gegenstände können von den Kindern entweder selber versteckt werden (ein Kind versteckt die anderen suchen) oder ein Erwachsener versteckt einen oder mehrere Gegenstände und die Kinder suchen.

Je jünger die Kinder sind, desto leichter sollte versteckt werden und desto mehr müssen sich die Gegenstände abheben. 2 jährige Kinder Murmeln in einem 400m2 großen Garten suchen zu lassen führt zu Frustrationen. 

 

Variation 1: 

Die Kinder wissen nicht was sie genau suchen. Sie müssen also erkennen, was nicht in ein bestimmtest Umfeld gehört.

z.B es werden Autos oder Küchengegenstände im Garten versteckt. Oder goldene Muscheln, Steine oä 

 

Variation2

Bauklötze werden in einem großen Haufen Sand vergraben (bei größeren Kindern können es Murmeln sein) oder große Muscheln (Achtung:scharfe Kanten wenn die Muscheln brechen), es können aber auch Schleichtiere sein, selbstgebastelte Matsch Murmeln die in der Sonne getrocknet wurden oder Nüsse oder Halbedelsteine (Goldgräbersuche mit Durchsieben des Sandes) usw. Die Kinder wühlen nun durch den Sand und Suchen die kleine Schätze.  

 

Variation 3: 

Auf dem Spaziergang wird sich auf eine bestimmte Art von Astgabel geeinigt oder ein Moosfeld oder bestimmte Blattformen. Wer am meisten davon findet oder am schnellsten Etwas findet hat gewonnen und darf sich das nächste zu suchende Objekt aussuchen. 

 

Variation 4: 

Ein Erwachsener geht vor und versteckt in einem bestimmten Gebiet etwas z.B an der Picknickstelle. Oder ein größeres Kind läuft 10 m vor und versucht Dinge schnell zu verstecken. 

 

Variation 5: 

für die größeren Kinder: Es gibt Online bezeichnete Geocache Verstecke. Diese kann man sich auf der gewünschten Strecke heraussuchen und dort dann gemeinsam suchen. 

http://www.geocaching.de/

 

Variation 6: 

für die kleineren Kinder eignen sich auch kleine Geschichten über die zu findenden Dinge. Zum Beispiel bieten sich kleine Zwergen oder Feengeschichten an um den Wald neu zu entdecken. Eine ausgehölte Höhle in den Wurzeln mit viel Moos und einem kleinen Wasserbassin wird zur Zwergenhöhle mit Schwimmteich oder die Sonnenstrahlen sind Feenrutschen und müssen nur gut beobachtet werden um tatsächlich eine Fee zu entdecken.

Wer findet die Zwergenschule? Oder die Lieblingsfeenschaukel usw. 

 

Im Winter bringen die Kinder der Zwergenfamilie vielleicht ein wenig Brot mit und legen es vor die Zwergentür. Am nächsten Tag ist das Brot dann auf wundersame Weise tatsächlich verschwunden. 

Für größere Kinder können die Geschichten dann von Rittern handeln. Deren geheime Fluchtwege gefunden werden müssen. 

Achtung: 

Es sollten die Eltern vorher gefragt werden, ob die Erzählung von Naturgeistern in ihre Pädagogik passt. Es können natürlich auch Geschichten von Vögeln, kleinen Hasen oder Füchsen erlebt werden. Es geht insbesondere darum die Fantasie anzuregen, die Beobachtung und das Naturerleben. 

 

Wenn sich um die oben genannten Spielideen, Hinweise und Aktivitäten noch Geschichten ranken, lernen die Kinder das staunende Erleben der Natur und werden zu aufmerksamen Beobachtern.

Der einfache Spaziergang durch die Natur wird zu einem Abenteuer und ist viel spannender als jegliche TV Serie.

Kleine Dinge werden gesammelt und erhalten eine Bedeutung und für Erwachsene mag es erstaunlich sein: die Vorfreude wieder zur Zwergenschule laufen zu dürfen und dort vielleicht eine kleine Zipfelmütze noch um die Ecke verschwinden zu sehen, nimmt nicht ab. Die Kinder werden immer wieder diesen Weg gehen wollen.

Im Jahreslauf verändern sich dann die bekannten Wegmarken und die Kinder erleben die Jahreszeiten und die Veränderung in der Natur. Dies alles sind wertvolle Übungen, die das Beobachten im wissenschaftlichen Kontext trainieren und gleichzeitig unvergessliche Erinnerungen an die Kindheit bieten und ihre Erlebnisse mit vertrauten Personen. Nicht zuletzt, handelt es sich um BEWEGUNG an der frischen Luft! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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